Samstag Abend, und erstmals das erstaunliche Gefühl, nicht unmäßig viel schreiben zu müssen. Ich kann nur berichten von einer großen Schreiborgie, die ich heute schon hinter mich gebracht habe: Endlich habe ich meine als Einleitung gedachten Gedanken zum Neuen Plan, bezüglich Bedürfnissen als Grundlage und Ziel der Ökonomie, aufs Papier gebracht. Um genau zu sein natürlich in den Computer gebracht, eine schöne Mind-Map auf Papier besaß ich schon länger. Auf jeden Fall anschauen: wiki.neuerplan.org.
Ansonsten bereite ich mich auf meine Prüfung in der Kulturpsychologie vor, und außerdem wähle ich aus dem großen Angebot der Erster-Mai-Feiern. Morgen Abend werde ich vielleicht eine wilde Ska-Party im „Besetzten Sozial-Zentrum“ besuchen, wenn ich mich traue …
Am ersten Mai selbst wird von der örtlichen Linken eine Fahrt nach Paris organisiert, anscheinend ist dieses Jahr dort europäischer Schwerpunkt der Bewegung, mich gruselt schon in Erwartung der Meldungen und Bilder.
Auch wenn die Versuchung durchaus vorhanden war, dort mitzufahren, wird es bei uns eher nach einer Stadtteil-Feier im Innenhof aussehen, die hoffentlich mal wieder Gelegenheit zu neuen Begegnungen bietet.
PS: Die fotografierte Wandmalerei kann frei mit „schaltet die Matrix ab“ übersetzten, ein Spruch, der mir in seiner Vieldeutigkeit sehr gut gefallen hat. Übrigens auch die Technik, mit Kreide zu schreiben. Umweltfreundlich, gut zu lesen, und bei Bedarf durch etwas Neues zu ersetzen.